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Naturfreunde Mörfelden-Walldorf
Hausgeschichte

Die Ortsgruppe Mörfelden der Naturfreunde wurde im Jahre 1920 aus begeisterten Wanderfreunden, der Freien Jugend und dem Zitherverein Edelweiß gegründet.

Die Ortsgruppe Walldorf der Naturfreunde wurde im Jahre 1923, ebenfalls maßgeblich aus der Arbeiterjugend heraus, gegründet.Tätigkeitsschwerpunkte waren: Wandern, Theater, Konzerte, Kinder- und Jugendarbeit.

Nach dem 2. Weltkrieg erfolgten die Neugründungen bereits Ende des Jahres 1945. Am 29. Januar 1978 schlossen sich beide Ortsgruppen zusammen und bildeten den gemeinsamen Ortsverband Mörfelden-Walldorf.

Die ersten Zusammenkünfte der Walldorfer Naturfreunde gab es im Keller der Schule Waldstraße, danach in der Gaststätte zur „Neuen Welt“. Im Jahre 1928 baute man ein Vereinsheim im „Ecktännchen“.

 

Der Baubeginn war 1928,

die Einweihung des Holzhauses am 25. August 1929. Jakob Gahn, war damals die treibende Kraft beim Hausbau. Während des Krieges wurde das Naturfreundehaus als Kindergarten genutzt. Es war daher eines der wenigen Häuser das nach dem Krieg noch brauchbar war. Abgerissen wurde es im Frühjahr 1983. Leider erhielt die Ortsgruppe Walldorf keinen Ersatz für ihr Haus. Es stand der „Neuen Zeit“ im Wege. An seiner Stelle befindet sich heute ein mehrstöckiges Betonhaus mit HL-Markt und großem Parkplatzgelände.

Das erste Mörfelder Naturfreundehaus stand im Schulhof der Bahnhofschule.

Auf dem heutigen Parkplatz hinter dem alten Rathaus und der Stadtbücherei. Eine alte Militärbaracke wurde zum Grundstein des Mörfelder Hütten- und Hausbaues. Eingeweiht wurde es am 28. September 1924. Nach fleißiger Arbeit wurde ein schmuckes Holzhaus errichtet, welches einen Schlafraum, eine Kochgelegenheit und einen gemeinsamen Aufenthaltsraum enthielt. Nichts mehr war zu ahnen vom ursprünglichen Verwendungszweck. Mit der Stadtentwicklung musste das Haus weichen. Im Sommer des Jahres 1932 wurde es abgebaut und im Unterwald, in der Nähe des heutigen Hundedressurplatzes, neu errichtet. Es wurde am 27. August 1932 nochmals eingeweiht.

Nach der Machtergreifung der Nazis wurde das Haus beschlagnahmt und zweckentfremdet genutzt. Zuletzt als Lagerschuppen. Dadurch war es nach dem Krieg praktisch zerstört und unbrauchbar. Den Mörfelder Naturfreunden wurde am Oberwald ein neuer Standort zugewiesen. Diesmal gab es wieder eine Baracke als Grundstock, allerdings eine amerikanische und sie war aus Blech. Mit Mühe und Arbeit und großem Einsatz wurde 1951 ein schönes Haus daraus. Es enthielt einen großen Aufenthaltsraum für 80 Personen, zwei Schlafräume, eine Selbstkocherküche.

Der Fortschritt und die Zeit nagten an dem Gebäude. Die Blechbaracke hielt nicht ewig und das Haus rückte in den Brennpunkt des Nord-Süd-Verkehrs. Freies Reisen und Anhebung des Lebensstandards erhöhten die Nachfrage nach Übernachtungen und man entschloss sich einen Querbau zu errichten mit zusätzlicher Übernachtungskapazität und einer Hausmeisterwohnung. In der Folgezeit gab es ständig Umbauten und Modernisierungen.

 

 

Heute steht am Oberwald ein großes Naturfreundehaus mit Biergarten (ca. 150 Personen), Gastraum (70 Personen), ca. 26 Betten, kleiner Pächterwohnung, Selbstkocherküche und zwei Gruppenräume für die Kinder und Jugendgruppe und die Ortsgruppe. Letzterer steht auch als Kolleg und Seminarraum den Hausgästen und Gruppen zur Verfügung. Ein weiterer Anbau und Ausbau sind für die Zukunft geplant. Sie werden eine wesentliche Vergrößerung und Nutzungserweiterung darstellen. Das Haus soll wieder zu einem Schwerpunkt der Naherholung und des kulturellen Schaffens in unserer Stadt werden.